Martha Bijlsma, wie spielt man zu viert Beethovens »Eroica«?
Shownotes
Cellistin Martha Bijlsma bereichert das #Beethovenfest 2026 als Fellowship-Künstlerin mit zwei mutigen Projekten: »Don’t Mention the War« verarbeitet die Holocaust-Traumata ihrer Familie und eine »Eroica«-Interpretation verbindet Kammermusik mit Elektronik.
Wie bricht man mit Musik das jahrzehntelange Schweigen über die Traumata des Holocaust in der eigenen Familie? Kann man als Quartett eine Sinfonie spielen? Wie erweitert elektronische Musik unser Verständnis von Beethoven?Hört rein und findet es heraus!
Martha Bijlsma live im Festival erleben – am 17.9. mit dem Flex Ensemble im Pantheon Theater und am 26. & 27.9.2026 mit Kana Sugimura und Nico Gutu im Theater im Ballsaal in Bonn. Jetzt Tickets sichern: https://bit.ly/beethovenfest-martha-bijlsma
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00:00:12: Herzlich willkommen zu bee.podcast vom Beethovenfest Bonn.
00:00:15: Heute mit mir im Gespräch ist Martha Bijlsma, hi Martha!
00:00:19: Hi!
00:00:20: Du bist eine unserer Beethovenfest Fellows, eine von Vieren.
00:00:24: Was machst du?
00:00:25: Ich bin Musikerin, Cellistin und ich freue mich sehr, eine der Fellows zu sein.
00:00:31: Du bist hier nicht nur Cellistin, sondern machst ganz besondere Projekte.
00:00:35: darum geht es in unserem Fellowship.
00:00:36: also Menschen die wirklich sehr außergewöhnliche Ideen mit Musik haben und auch sehr persönliche Geschichten erzählen wollen, mit ihrer Musik.
00:00:46: Was sind denn deine Projekte hier beim Beethovenfest dieses Jahr?
00:00:49: Also das große Projekt was ich hier machen darf ist Don't Mention the War.
00:00:56: Das ist tatsächlich ein Projekt rund um meine eigene Familiengeschichte wo von nicht bisher so viel wusste Und für dieses Projekt habe ich das Ganze recherchiert und verbunden mit Musik.
00:01:11: Ja, das ist schon ein langes Projekt und ich freue mich sehr, dass bald dann die Premiere zu haben.
00:01:18: Wie muss man sich dieses Projekt vorstellen im Ablauf?
00:01:22: Also es ist ein Konzert.
00:01:24: also Haupt... Teil ist Musik.
00:01:29: Ich habe Musik gewählt, die passt zu dieser Geschichte.
00:01:32: Ich erzähle die Geschichte aber auch über andere Ebenen also ich nütze Video.
00:01:37: Also vielleicht ist es wichtig zu erzählen.
00:01:39: das geht darum dass meine Oma, meine Großmutter ist Holocaust-Überlebende.
00:01:46: Sie stammte aus einer jüdischen Familie, die war nicht religiös jüdisch aber im Krieg war das natürlich sehr schlimm und sie hat leider auch die Hälfte ihrer Familie verloren in den Krieg auch ihre Eltern.
00:02:04: Sie ist aber irgendwie ein bisschen durch einen Wunder, hat sie das überlebt zusammen mit drei Schwestern und ihrer Bruder.
00:02:12: die konnten arbeiten im Konzentrationslager Und wie gesagt, sie hat nie darüber gesprochen und mein Vater deswegen auch nicht weil es war einfach kein Gesprächs Thema.
00:02:26: Und da ist natürlich ganz viel passiert und auch ihre Schwestern und ihre Bruder.
00:02:30: Und dann langsam habe ich so kleine Teile diese Geschichte aufgefangen, immer kam wieder etwas dazu, dann habe ich gelernt dass ihr Bruder bei der Shoah Foundation einen Rieseninterview gemacht hat.
00:02:45: Das ist dieses Projekt von Steven Spielberg.
00:02:48: Es gibt drei Stunden, wo er sprecht über sein Leben oder alles was passiert ist.
00:02:54: Also ganz viel Information, wo ich wirklich keine Ahnung hatte.
00:03:00: Das wären so langsam, kamen mehr und mehr dazu.
00:03:03: Und es gab auch immer eine Verbindung zu Musik.
00:03:06: also die Eltern meiner Großmutter hatten einen Musikladen in Den Haag in Holland.
00:03:13: Irgendwie ist für mich natürlich, meine Sprache ist Musik und eine Geschichte zu erzählen.
00:03:18: Und dann kam auch noch dazu dass es ein sehr relevantes Thema ist.
00:03:24: also dann war siebte Oktober da und dann kam diese ganze Geschichte.
00:03:29: wenn man denkt immer so was kann ich damit?
00:03:32: Was kann ich da mit tun?
00:03:33: Ich habe mich nie wirklich getraut aber jetzt weil es eine persönliche Zugang gibt, dachte ich okay dieses vielleicht der Moment dann tatsächlich das zu machen.
00:03:45: Es ist ja auch sehr typisch dass unsere Generation die Geschichten und Traumata der Vorvorgänger-Generation erst aufarbeiten kann so richtig in meiner Familiengeschichte ein bisschen ähnlich wenn auch sehr anders positioniert und da eher auf der Täter Seite.
00:04:08: Ich glaube, dass unglaublich viel was auf unsere Generation zukommt an Aufarbeitung immer noch.
00:04:15: Inwiefern hilft dir Musik dabei diese Geschichten zu erzählen?
00:04:18: Ja sehr persönlich sind die ja auch aus einem Grund weil es eben Traumata sind unter Verschluss in einer Black Box sind.
00:04:27: Hilft da Musik besonders für dich jetzt dieser Geschichte zu erzähln?
00:04:30: Ja sicher!
00:04:31: Weil es sind teilweise... Also ich bin keine Journalistin, also ich möchte nicht die Geschichte so... Es geht mir nicht um die Fakten sehr.
00:04:38: Es geht eigentlich mehr um was du gerade erzählst wie das weiter die Generationen beeinflusst und wie es immer weitergeht und das ist jetzt auch noch relevant.
00:04:50: Ich habe Gespräche geführt mit vielen Mitglieder aus meiner Familie, auch die ich teilweise gar noch nicht kannte Und daraus sind dann sozusagen diese Gespräche die Themen.
00:05:01: Also ich habe das nicht vorher gewählt und dann konnte ich das sehr leicht mit Musik verbinden.
00:05:07: Das kamen sehr natürlich, also diese jüdische Identität kam auch zu Sprache, auch wenn eigentlich keiner religiös damit beschäftigt ist.
00:05:20: Also jüdische Volksmusik ist auch ein Teil meiner Projekt, aber auf ganz andere Weise.
00:05:26: Zum Beispiel dieser Bruder meine Oma hat tatsächlich nach dem Krieg dafür gewählt um nach Israel umzuziehen und dann wirklich diese Seite seiner Identität zu finden.
00:05:39: Und mein Oma war genau das Gegenteil.
00:05:41: also wie man da mit umgeht ist auch sehr unterschiedlich.
00:05:44: Deswegen jüdische Volksmusik.
00:05:47: Es gibt aber auch... Ich spiele zum Beispiel ein Stück von Petrus Fasks, Pianissimo.
00:05:53: für mich das ist eine persönliche Zugang Aber ich finde dass hat so viel mit dem Schweigen zu tun.
00:05:59: Also man sprecht nicht aber da ist so viel los und man kann es einfach nicht in Worte fassen Und dieses Stück symbolisiert das für mich und dann kommt irgendwann die Stimme dazu von der cellist oder cellistin und dann ist das für mich so eine art von ja damit umzugehen irgendwie.
00:06:19: Ja, also da kommt der musik im allgemeinen ins spiel wo die worte nicht mehr weiter kommen gewisse maßen.
00:06:26: insofern macht das Sinn.
00:06:28: welche Musik?
00:06:29: spielst du da alleine cello oder spieltest du damit weiteren?
00:06:35: Also ich spiele teilweise alleine, zum Beispiel dieses Stück von Fasks.
00:06:38: Aber ich habe auch die Geigerin von unser Quartet Kanazugi Mura und Nico Gutu spielt Akkordium.
00:06:46: Das hat sich auch ein bisschen so ergeben weil ich hab mit Nico diese jüdische Folklieder gespielt bei unterschiedlicher Anlässe.
00:06:52: das war auch eine Sache die dann auf meinen Pfad kam was sehr gut passte.
00:07:01: Wir späden dann ein Stück von Wolfgang Riem für unsere Besetzung.
00:07:05: Das heißt am Horizont und das ist sehr, da geht es für mich sehr um Reflexion.
00:07:12: Wir haben natürlich für diese Besetzung nicht viele Stücke also vieles auch arrangiert von uns.
00:07:17: Also es gibt einen Lied von Brahms.
00:07:19: Da wird, das ist original für Gesang, Klavier und Bratsche wir spielen das mit einer ganz anderer Besetzung in die Melodie-Worte Geige gespielt, aber der Text ist immer noch anwesend.
00:07:33: Und das ist für mich auch ein Weg mit Text und mit Sprache und mit Musik umzugehen.
00:07:41: Wie bist du darauf gekommen allgemein in deiner Karriere als Musikerin solche andersartige Projekte zu machen?
00:07:50: Ich habe ja auch mal Cello studiert weniger gut als du, aber das ist nicht unbedingt etwas was zumindest damals und ich glaube wir haben ungefähr zur ähnlichen Zeit studiert, angeregt wird.
00:08:03: Dass man also kreativ, sprach auch gerade Engagement einfach ganz frei mit Musik umzugehen persönliche Geschichten zu erzählen das ist ja auch etwas was sie mit diesem Fellowship eben anregen wollen.
00:08:16: Wann fing es bei dir an?
00:08:17: Was war der erste Moment wo du kreatif werden wolltest mit Musik
00:08:21: Ich glaube ziemlich früh Weil ich hab immer getanzt, also Ballett aus kleines Kind und Eures.
00:08:28: Und ich glaube für mich war... Es ist immer das Interdisziplinäre.
00:08:32: Für mich ist es so eine natürliche Sache, also Musik und Tanz ist keine komische Kombination.
00:08:39: aber auch im Studium ich wollte immer neue Musik spielen und das war auch nicht so gefeiert.
00:08:45: Das war immer... Also ich hatte immer diesen Neugier etwas zu suchen was sich noch nicht kannte oder Musik oder Klänge oder Möglichkeiten.
00:08:55: Und das erste, wo ich das getestet habe war tatsächlich ein Konzert für Kinder.
00:09:02: Da gab es die Möglichkeit, ich habe auch Kammermusik studiert und eine Möglichkeit war entweder ein Gesprächskonzert oder ein Kinderkonzert.
00:09:10: Und dann haben wir einfach ganz viel Spaß gehabt und eine Geschichte erzählt mit Theater- und Schauspiel- und ganz witzige Sachen und Kostüme – das war so der Anfang.
00:09:24: Es
00:09:24: ist interessant nur als kleine Erkenntnis dass ... Das höre ich nämlich öfters Konzerte, Programme für Kinder irgendwie so ein öffnendes Element sind plötzlich in einer Biografie und es ist ja interessant dass wir die Kinder dafür brauchen um wieder neugierig zu werden eigentlich.
00:09:48: Einerseits leuchtet das auch total ein weil natürlich die Kinder sind so ein tolles Publikum und so direkt und noch gleichzeitig so frei in dem was sie sehr offen für alle ist.
00:09:58: wirklich Traum wir vielleicht erwachsen manchmal nicht so zu, obwohl es wir eigentlich könnten.
00:10:04: Genau und man denkt auch bei neuen Musik immer, aber für Kinder ist das so natürlich und die finden das lustig und die fangen an also zu reagieren und das hilft mir auch manchmal zu sagen okay warum machen wir das so schwierig?
00:10:21: Und dann ist es manchmal leichter die Schritt zu nehmen.
00:10:26: Und du hast auch ein Ensemble, ein Quartet, Levelquartett.
00:10:31: Das tritt auch beim Beethovenfest im Rahmen des Fellowships auf.
00:10:34: Vielleicht magst du ein bisschen dazu erzählen?
00:10:36: Ja gerne!
00:10:36: Ja das Flexen Ensemble gibt es schon eine Weile seit dem Jahr zwölf.
00:10:41: Wir haben zusammen studiert und wir spielen hier die Eroika zu viert.
00:10:46: Es gibt einen Ensemble.
00:10:47: Also in
00:10:47: großer Symphonie
00:10:51: zu vieren.
00:10:52: Es gibt einen Arschemal von Ferdinand Ries, also ein Schüler von Beethoven.
00:10:56: Und das haben wir irgendwann gefunden und wir fanden es toll und auch ein bisschen verrückt natürlich.
00:11:01: Das ist es auch!
00:11:03: Dann haben wir das wirklich... Wir sind da reingetaucht mit der Partitur vom Orchester. In der Partitur zu schauen: was fehlt?
00:11:11: Welche Instrumente sind das?
00:11:13: Was passiert eigentlich?
00:11:14: Ist das ein Fehler oder ist es so gemeint?
00:11:16: Also, und das ist ein Riesenstück.
00:11:19: Das war für Arbeit!
00:11:20: Wir haben uns tatsächlich eine Partitur erstellt, weil das gab es noch nicht.
00:11:24: Also das machte die Arbeit noch intensiver.
00:11:27: Aber das war im Jahr 2020.
00:11:28: Dann haben wir auch den CD aufgenommen mit zwei neue Werke von Gordon Williamson.
00:11:33: Ein Overture und einen Encore... Und jetzt sind wir sechs Jahre später und machen mit Jonas Urbatt noch eine Ebene dazu, mit Electronic Music.
00:11:47: Diese beiden Formate, also dein eigenes so sagen dokumentarisches Konzert und das Konzerten mit dem Flex Ensemble beides absolute Sondertipps, besondere Erlebnisse beim Beethovenfest dieses Jahr.
00:12:01: Jetzt vielleicht nochmal kurz, du bist ja aufgewachsen oder kommst aus Holland in der Nähe von Utrecht geboren.
00:12:08: Und was ist denn dort ein großer Unterschied zwischen Musiker sein in Holland und Deutschland?
00:12:14: Ich hab da nämlich eine These dazu aber ich würde erst mal interessieren, was du denkst!
00:12:18: Okay, also leider kann ich da nicht so viel dazu sagen.
00:12:21: Ich habe mein Bachelor gemacht in Utrecht und dann bin ich nach London gegangen für ein Master und ich bin nicht mehr zurückgekommen weil dann bin auch nach Deutschland gekommen ein Jahr später Und ehrlich gesagt, aber ich finde es schwierig in Holland wieder reinzukommen.
00:12:38: Also ich bin so lange weg und merke das ist nicht so einfach.
00:12:41: Es ist natürlich auch kulturell und nicht so leicht im Moment.
00:12:47: Da stimmt, aber es gibt alle möglichen Probleme.
00:12:50: Dennoch erlebe ich die auch auf uns zu kommen in Deutschland denke ich, aber erlebe eine Offenheit für... Die manchmal vielleicht auch ein bisschen nervig sein kann, aber eine Offennheit für wirklich genreübergreifendes und andere Umgang unverkrampfter offener umgang mit Mit Musik oder insgesamt mit, also die Tanz-Szene zum Beispiel auch phänomenal.
00:13:19: Also ein bisschen weniger akademisiert und ich glaube es hat etwas mit dieser Seabaring Nation zu tun, diese Meltingpots, die dann entstehen an diesen Orten... finde ich besonders, auch wenn man die vielen Kolleginnen betrachtet.
00:13:36: Ja also was ich sehe und was da alles passiert bin ich auch manchmal sehr beeindruckt.
00:13:40: Also ich weiß aber nicht wie das sich verhält zu was hier genau passiert weil ich finde es hier auch ziemlich offen und also ich wohne in Labels schon lange in Hannover und da kann... Da ist man nicht immer offen für alles aber es gibt zumindestens die Möglichkeit das auszuprobieren.
00:13:55: und ja ich habe da nichts zu jammern im Moment
00:14:01: Ein Teil des Problems und auch etwas, was wir wirklich versuchen anzuregen mit dem Fellowship.
00:14:06: Und wofür Beethoven eine Inspiration ist?
00:14:10: Neue Art eigentlich mit und von Musik zu leben.
00:14:14: Musik ist ja überhaupt ein Grund für seine Sache.
00:14:16: Man kann dafür leben aber es nicht so einfach davon zu leben... bis jetzt so ein Fall.
00:14:23: Du spielst ja nicht fest in einem Orchester oder hast irgendwie eine feste Stelle in dem vielleicht unterrichtest du auch teilweise, also du hast so ein Portfolio-Karriere.
00:14:33: wie funktioniert das für dich mit diesen kreativen Projekten?
00:14:36: Kammermusik mit Unterrichten?
00:14:39: Ja, im Moment funktioniert das gut.
00:14:41: Es ist natürlich immer spannend ob das immer so funktioniert.
00:14:44: also ich unterrichte sie ja gerne dass hilft glaube.
00:14:47: Ich unterrechte jetzt Kammer Musik an der Hochschule in Hannover und es ist für mich ein Traum.
00:14:52: Also ich liebe das Und dazu habe ich die Freiheit, um meine eigene Projekte und die Projekt mit Flex zu organisieren.
00:14:59: Und zu spielen und alles Mögliche überlegen.
00:15:03: Das ist für mich ein großes Geschenk!
00:15:06: Ich bin wirklich sehr froh, dass das möglich ist.
00:15:09: Ich bin mir auch bewusst, dass es irgendwie prekär ist.
00:15:13: Dass es sein kann, dass nicht immer so funktioniert.
00:15:16: Aber bis jetzt geht das.
00:15:21: Was heißt für dich Erfolg jetzt in Bezug auf dieses Fellowship?
00:15:25: Und was du da alles machst und lernst, und vielleicht auch mit den Kolleginnen siehst oder fährst im Austausch.
00:15:34: Wann war es für dich erfolgreich oder überhaupt was bedeutet Erfolg für dich im Musikschaffen?
00:15:40: Das ist eine gute Frage!
00:15:44: Ich glaube wenn man machen kann, was man liebt und tatsächlich immer neugierig bleiben kann, und nie das Gefühl hat etwas Neuer zu wiederholen um es zu wieder holen oder für irgendein anderer Zweck als Kunst.
00:16:02: Oder weil man etwas ausprobieren möchte oder etwas Neues schaffen möchte dann nenne ich das Erfolg.
00:16:11: Und dein Ensemble ist Flex Ensemble?
00:16:15: Das heißt Flex Ensembles, weil...
00:16:17: Weil wir sehr flexibel sind in neue Formate, Repertoire-Programmwahl.
00:16:25: Genau!
00:16:26: Und wie verbindet ihr das mit dem Jonas?
00:16:30: Mit der Elektronik im Konzert?
00:16:34: Ist das Teil des Konzerten selbst oder ist es ein Erlebnis dazu?
00:16:40: Ja, also wir haben zufälligerweise die letzten Tage geprobt mit ihm auch und vieles ausprobiert.
00:16:46: Und das war ganz toll weil ich wusste auch nicht genau wie das sein würde.
00:16:50: Wir haben darüber gesprochen seine Welt, sein elektronischer Klangwelt ist um zu erweitern was wir... machen akustisch.
00:16:59: Also er nützt unsere Klänge und der macht alles mögliche damit, also da kann das für Langsamen lupen und Verfremden und wir haben uns die letzte Tage auch zusammen ausgedacht wie wir das verbinden können eigentlich eine kleine Geschichte ausgedach die eigentlich auch ganz natürlich anfühlt.
00:17:22: Also es gibt natürlich diese Napoleon-Geschichte mit Ereuka und auch diese Enttäuschung, wir haben eigentlich gedacht der erste Satz ist so dieser Wie sagt man Idealismus?
00:17:36: Und dann, zweite Satz ist irgendwie diese Enttäuschung und die Trauer des Wegen.
00:17:40: Unter dem dritte Satz kommt da irgendwie wieder Leben oder man sucht nach Lösungen oder andere Wegen und die vierte Satz eine Erlösung davon oder ein Feier.
00:17:54: Wir haben gedacht das kann man sich auch gut auf heutzutage beziehen und sein Arbeit ist eher ein Epilogue.
00:18:04: Am Anfang gibt es die Kuverturen von Gordon geht in der erste Satz, dann gibt es Interludes von ihm zwischen den Sätzen, die eigentlich vorbereiten oder aufbereiten was schon war und was kommt und helfen um diese Geschichte zu erzählen mit die Klängen die wir live erzeugen und die er live bearbeitet.
00:18:27: Für wen glaubst du, ist das besonders interessant?
00:18:31: Ist es für jeden, also für den Klassik-Fan oder vielleicht eben für denen der noch nicht so interessiert ist in Beethoven aber darüber oder deswegen.
00:18:42: Ich würde sagen tatsächlich für alle weil es ist für die Die Hard Beethoven natürlich cool mal Eureka zu hören auf eine ganz andere Weise Das ist ja nackt, also man hört vielleicht Sachen die man noch nie gehört hat oder... Genau.
00:18:59: Es ist eine ganz andere Erlebnis aber durch das wir unterbrechen nicht Beethoven, das ist vielleicht auch wichtig zu sagen weil für manches ist es vielleicht schwierig Aber wir erleben eine ganz anderen erweiterte Klangwelt wie vielleicht für eine ganz anderer Generation auch sehr interessant ist.
00:19:17: Also ich glaube tatsächlich da ist für jeder
00:19:20: Und das auch in einem tollen Spielstädte des Pantheon ist ein wirklich sehr gemütlicher Ort, um soweiters anderes zu erleben.
00:19:30: Und ein anderes Konzert, The Don't Mention the World dieses dokumentarische Konzerte.
00:19:36: wirst du da deine Familie einladen hin?
00:19:39: Ich habe das gemacht.
00:19:40: Die werden auch teilweise da sein und ich finde es auch spannend, muss ich sagen dass diese Gespräche waren sehr persönlich und teilweise natürlich auch etwas unbequem.
00:19:49: aber ich hoffe und ich versuche das mit Insekretät zu machen und ich hoffe dass sie sich darin finden können.
00:19:57: Aber das bleibt natürlich auch spannend Dass das gut ankommt.
00:20:02: Hast du dazu neue, also Familienmitgliedern gesprochen die du darüber noch gar nicht gesprochen hast.
00:20:09: Nein, die ich teilweise nur nie gesprochen habe.
00:20:12: Also das ist wirklich interessant und auch zu merken dass wir so viel gemeinsam haben Auch wenn wir total andere Geschichten haben.
00:20:21: Ja
00:20:21: da will ich auch gar nicht weiter nach einer Zieggruppe fragen weil ich finde wenn etwas so persönlich ist es einfach die Geschichte Und Die muss man erzählen.
00:20:34: Ja, so persönliche Sache dass das resoniert bei vielen Menschen.
00:20:39: Was wünschst du dir jetzt nach diesem Fellowship?
00:20:42: Wir haben darüber gesprochen und wann war es erfolgreich?
00:20:45: aber was wenn wir jetzt in fünf Jahren zurückblickst?
00:20:47: was glaubst du was hoffst du hat das für dich gebracht?
00:20:51: Für mich persönlich also ich Es bringt mir jetzt schon so viel, dass ich finde es schwierig so weit zu schauen.
00:20:59: Weil ich lerne so unglaublich viele Sachen und ich trau mich auch Sachen zu machen die ich noch nie versucht haben zu filmen und Radiokollagen zu zu zu machen.
00:21:12: und also Ich glaube in fünf Jahren werde ich wahrscheinlich spüren das sich all diese Erfahrungen irgendwie neu eingesetzt habe oder weiterentwickelt haben hoffe ich Und auf dem Weg weiter arbeiten kann und darf.
00:21:28: Super!
00:21:28: Zum Abschluss des Podcasts haben wir einen Segment, das heißt Overrated oder Underrated wo ich etwas ein Begriff dir sage du musst nicht du darfst sagen ob diese Sache dieses Ding overrated oder underrated ist.
00:21:48: bist bereit?
00:21:49: Ja
00:21:50: Das Cello, overrated or underrated Ist ja ziemlich highly rated würde ich sagen
00:21:55: Ja.
00:21:56: Aber
00:21:56: würdest du sagen, ist das immer noch... Es ist
00:21:58: nicht underrated?
00:21:58: auf jeden Fall glaube ich.
00:22:01: Aber auch nicht...
00:22:02: Also korrektly rated?
00:22:07: Du hast dich studiert in London als Studienort.
00:22:11: Overrated oder underrated?
00:22:13: Hängt von so vieles ab.
00:22:14: vielleicht overrated ein bisschen also für mich persönlich war es.
00:22:19: Einfach weil's zu groß ist viele Ablenkungen?
00:22:22: Genau, ich fand der Stadt ziemlich stressig.
00:22:25: Also mein Professor war fantastisch.
00:22:26: also das war sicherlich nicht overrated aber die gesamte Vibe der Stadt war nicht so meins.
00:22:33: Okay und jetzt muss ich fragen, wo uns aktuell in Hannover auf rated oder under rated?
00:22:40: Ja bei Hannover ist es für mich gar nicht rated.
00:22:42: Ich kann die überhaupt nicht sagen.
00:22:46: Das wegen er under rated wahrscheinlich weil es für Eigenschaften ist, aber das liegt einfach nur an meiner Unkenntnis dieser Stadt.
00:22:57: Ich fahre da mal durch.
00:22:58: Ja, das hat empfehlen.
00:22:59: Also es hat gute Verbindungen sagt man immer.
00:23:03: Was ist toll an Hannover?
00:23:05: Es ist so viel grün also man hat Wald überall.
00:23:09: Es ist sehr gemütlich die Leute sind nicht alle offen aber meistens offen und nett und man kann da sehr gut leben.
00:23:17: ja
00:23:17: okay Martha Bijlsma, vielen Dank und wir freuen uns sehr auf deinen beiden Formate beim Beethovenfest.
00:23:23: Kommt vorbei!
00:23:23: Es gibt noch Restkarten.
00:23:25: Vielen Dank
00:23:26: Dankeschön.
00:23:31: Bee.podcast is powered by Deutsche Telekom.
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